
Pointers trotzen Personalproblemen
(cnf). Wichtiger Heimsieg der Gießen Pointers in der 1. Basketball-Regionalliga Südwest. Die Lahnstädter bezwangen am Sonntagabend die BBU Ulm in eigener Halle mit 72:59 (33:33) und zeigten somit die gewünschte Reaktion nach der vorausgegangenen Auswärtsniederlage in Saarlouis. In der Tabelle verharrt das Team von Cheftrainer Dejan Kostic vorerst auf Rang fünf, also kurz vor den begehrten vier Playoff-Plätzen.
»Im Prinzip war das schon eine sehr konzentrierte Leistung«, lobte Kostic nach dem Abpfiff in der Kleinlindener Brüder-Grimm-Schulsporthalle. Die mit etlichen talentierten Youngstern gespickte Mannschaft der Süddeutschen war mit der Unterstützung des einen oder anderen Ulmer ProB-Recken angereist, wie der Gießener Headcoach bemerkte: »Die Qualität hat man natürlich gemerkt, dennoch waren wir im ersten Viertel sehr präsent.«
Vor allem defensiv ließen die Hausherren in den ersten zehn Spielminuten nicht wirklich viel zu, was dazu führte, dass sie zu Beginn des zweiten Quarters bereits mit 23:13 in Front lagen. Nach einer guten Viertelstunde leisteten sich die Pointers allerdings nach und nach zu viele Nachlässigkeiten, was es der BBU ermöglichte, bis zur Halbzeitpause zum 33:33 (20.) auszugleichen.
Nach dem Kabinengang fand Gießen wieder besser in die Spur und zu mehr Konzentration, vor allem in der eigenen Abwehr, aber auch in Sachen Rebounds. In der Offensive vermochte das Kostic-Team zudem wieder kreativer zu agieren und die Bälle gut zu verteilen, wovon vor allem Miles Mallory, der mit 32 Punkten einen Sahnetag erwischte, und Vladan Lazic (16 Punkte) profitierten. Lobend erwähnte Kostic aber auch die Darbietung Nemanja Nadjfejis, dem neben 13 Punkten jeweils acht Rebounds und Assists glückten. Auch Carl Chromik (4 Punkte, 8 Assists) wusste beim Vorlagengeben zu überzeugen. »Da gab es einfach wieder sehr positive Effekte in der zweiten Halbzeit«, resümierte Kostic zufrieden.
So kam es, dass die Pointers den dritten Durchgang mit 26:18 für sich klarmachten, was zwar noch nicht vorentscheidend war, aber dennoch eine mehr als ordentliche Perspektive für den weiteren Verlauf der Partie bot. Diese sollte sich dann auch im Schlussakt ergeben (13:8), in dem den Baden-Württembergern, bei denen Frederik Erichsen mit 20 Punkten die beste Ausbeute erzielte, lediglich noch acht Zähler vergönnt waren.
»Im Grunde mussten wir heute wieder auf ein paar Spieler verzichten, wir hatten daher eine sehr kurze Rotation mit effektiv sechs Leuten, davon war einer erkältet. Wir konnten nicht viel wechseln, dennoch haben wir es irgendwie hinbekommen - ich denke mal, dass der Sieg am Ende auch verdient war«, schloss Kostic nach getaner Arbeit. Am kommenden Sonntag (17 Uhr) geht es für seine Farben dann beim Tabellenzehnten aus Söflingen weiter.
Gießen Pointers: Heyne (2), Chromik (4/1), Linnenbaum, Rostek (3), Nadjfeji (13), Weiler (2), Murken, Mallory (32), Lazic (16).