
Kein Stolpern mehr erlaubt
(cnf). Eine Woche nach dem starken Auswärtstriumph beim Spitzenreiter Karlsruhe (62:54) geht es für die Gießen Pointers (5.) in der 1. Basketball-Regionalliga Südwest auf eigenem Parkett weiter. Die Mittelhessen um Headcoach Dejan Kostic empfangen am Sonntag um 17.30 Uhr in der Sporthalle der Kleinlindener Brüder-Grimm-Schule den Rangletzten Komusina Haiterbach und hoffen auf weitere wichtige Zähler im zähen Ringen um die diesjährige Playoff-Teilnahme.
Derweil dürfen am kommenden Wochenende die Regionalliga-Korbjäger von Lich Basketball (3.) pausieren.
Dejan Kostic warnt trotz der tabellarischen Favoritenrolle seiner Farben vor Leichtfertigkeiten vor dem Sprungball: »Sie sind sehr wild, aber effektiv und schwer einzuschätzen. Von überall kann Gefahr drohen.« Haiterbach, selbst mit erst fünf Siegen aus 24 Partien tief im Abstiegskampf steckend, feierte vergangenes Wochenende einen deutlichen 84:50-Erfolg gegen Bensheim - eine Leistung, die auch in Gießen aufhorchen ließ. »Ich war selbst überrascht, wie hoch sie Bensheim geschlagen haben. Eine ausgeglichene Leistung, die uns beeindruckt hat«, räumt Kostic, der diese Partie freilich analysierte, ein.
Zwei Komusina-Spieler stehen am Sonntag besonders im Lahnstädter Fokus: Malik Kudic, einer Topscorer der Liga (21,5 Punkte pro Spiel, 8,5 Rebounds pro Spiel), und US-Pointguard Herdie Brandon Lawrence (19 PpS). »Kudic ist eine Waffe«, betont der Pointers-Trainer.
Dennoch setzt Kostic auf defensive Kontrolle: »Der einzige Weg ist, sich nicht auf ihr wildes Spiel einzulassen, sondern defensiv die Zügel in die Hand zu nehmen.« Im Hinspiel siegte Gießen zwar souverän mit 73:58, doch vor allem eine Personalie gilt vorab als unklar: Topscorer Vladan Lazic (muskuläre Probleme) trainiert zwar, sein Einsatz ist aber ungewiss. »Ich hoffe, ihn am Wochenende auf dem Feld zu sehen«, so Kostic. Positiverweise dürfte hingegen Robin Njie, zuletzt grippebedingt fehlend, zurückkehren.
So oder so, für die Pointers gilt: Kein Stolpern gegen den Underdog - sonst könnte der Karlsruher Triumph schnell an Glanz verlieren.